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Google-Bewertungen bekommen: Was erlaubt ist und was teuer wird

Google & KIStand: November 20267 Min. Lesezeitvon Sebastian Chus

Warum Bewertungen so wichtig sind

Bewertungen entscheiden mit, ob du bei Google in der Kartenansicht oben stehst – und ob jemand anruft. Auch KI-Assistenten wie ChatGPT stützen lokale Empfehlungen stark auf Bewertungen. Mehr dazu in unserem Artikel zum Google-Unternehmensprofil.

So bekommst du mehr Bewertungen

  1. Den richtigen Moment wählen

    Direkt nach einem erfolgreichen Auftrag, wenn der Kunde zufrieden ist.

  2. Persönlich fragen

    Ein Satz reicht: „Wenn du zufrieden warst, würden wir uns sehr über eine Google-Bewertung freuen.“

  3. Es leicht machen

    Den direkten Link zum Bewertungsformular aus deinem Unternehmensprofil per E-Mail oder WhatsApp schicken, als QR-Code auf Rechnung oder Visitenkarte.

  4. Alle fragen

    Nicht nur die, von denen du fünf Sterne erwartest.

  5. Antworten

    Jede Bewertung beantworten, die positiven kurz und persönlich, die negativen sachlich.

Was verboten ist – und teuer werden kann

Bewertungen kaufen

Gefälschte Bewertungen in Auftrag zu geben, ist nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) ausdrücklich verboten. Mitbewerber und Verbände können abmahnen.

Belohnungen

Rabatte, Gutscheine oder Gewinnspiele im Tausch gegen eine Bewertung verstoßen gegen die Google-Richtlinien und können irreführend sein.

Nur Zufriedene fragen

Erst zu fragen „Waren Sie zufrieden?“ und nur bei Ja den Bewertungslink zu schicken, verbietet Google ausdrücklich.

Familie und Mitarbeiter

Bewertungen von Mitarbeitern, Verwandten oder von dir selbst sind nicht erlaubt.

Google löscht verdächtige Bewertungen, kann neue Bewertungen für eine Zeit sperren und auf dem Profil einen Warnhinweis anzeigen. Das schadet mehr als ein paar fehlende Sterne.

Bewertungen auf der eigenen Website zeigen

Zeigst du Kundenbewertungen auf deiner Website, musst du nach § 5b UWG angeben, ob und wie du sicherstellst, dass sie von echten Kunden stammen. Einfach ist ein Hinweis wie: „Die Bewertungen stammen aus unserem Google-Unternehmensprofil.“ Achtung bei Widgets, die Daten von Google laden: Sie brauchen in der Regel eine Einwilligung über das Cookie-Banner.

Umgang mit negativen Bewertungen

  1. Durchatmen und nicht sofort antworten.
  2. Sachlich und freundlich reagieren, ohne Kundendaten preiszugeben.
  3. Eine Lösung anbieten, am besten im persönlichen Gespräch.
  4. Verstößt die Bewertung gegen Google-Richtlinien (Beleidigung, Spam, kein Kundenkontakt), kannst du sie bei Google melden.
  5. Bei unwahren Tatsachenbehauptungen, die Google nicht entfernt, hilft eine Anwältin oder ein Anwalt.

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Häufige Fragen

01

Darf ich Kunden um eine Google-Bewertung bitten?

Ja, ausdrücklich. Frag aber alle Kunden, nicht nur die zufriedenen, und biete keine Belohnung an.

02

Darf ich für eine Bewertung einen Rabatt geben?

Nein. Das verstößt gegen die Google-Richtlinien und kann wettbewerbswidrig sein.

03

Kann ich eine negative Bewertung löschen lassen?

Nur wenn sie gegen Google-Richtlinien verstößt oder rechtswidrig ist, zum Beispiel ohne echten Kundenkontakt oder mit unwahren Behauptungen. Dann bei Google melden, notfalls mit anwaltlicher Hilfe.

04

Wie viele Bewertungen brauche ich?

Es gibt keine feste Zahl. Wichtig sind regelmäßige neue Bewertungen und mehr als bei deinen direkten Mitbewerbern vor Ort.

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